Wer übernimmt die Rolle eines Lotsen?

Damit ihr wisst, welche Menschen hinter den Lotsen stecken, haben wir von vier Lotsen Steckbriefe verfasst. In diesem stellen sie sich selbst vor und erklären, wieso sie Lotse geworden sind bzw. welchen Themen-Schwerpunkt sie haben.

Auf der Internetseite der Lotsen könnt ihr weitere Informationen der einzelnen Lotsen einholen und euch gezielt an sie richten. Weitere Steckbriefe der Lotsen aus allen teilnehmenden Städten in Westfalen findet ihr hier.

Rudolf Jäger 

 http://www.lotsen-nrw.de/images/stories/teilnehmer/Rudolf_Jaeger_Foto.png                                           

Mein Name ist Rudolf Jäger, geboren 1942, wohnhaft in Herne, verheiratet, zwei Kinder und zwei Enkelkinder. Mittlerweile nicht mehr berufstätig sondern schon einige Jahre im Ruhestand (Unruhestand).

Ich bin seit Anfang der 90er Jahre ehrenamtlicher Mitarbeiter im Deutschen Diabetiker Bund und habe über 15 Jahre zwei Selbsthilfegruppen im Deutschen Diabetiker Bund in Herne und Wanne-Eickel geleitet. Außerdem war ich 15 Jahre lang ehrenamtlicher Mitarbeiter im Herner Diabetes Schulungszentrum e. V.

Ich führe die Lotsentätigkeit ehrenamtlich in meiner Freizeit durch. Termine zu persönlichen Gesprächen können nach Bedarf telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden.

Ich möchte Anlaufstelle für Betroffene sein und Menschen mit Behinderung so gut es geht beraten. Bei Bedarf kann ich an zuständige Fachstellen weiterleiten, wie Sozialamt, Rententräger, Kranken- oder Pflegekassen. Viele Problemstellungen, z. B. Schwerbehindertenausweis, Pflegegeld etc. betreffen nicht nur den diabetischen Bereich, sondern sind allgemeiner Natur. Ich werde mich bemühen, jedem Hilfesuchenden, der sich an mich wendet, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

 

Barbara Bade

 Bade                               

Mein Name ist Barbara Bade, geboren 1953, wohnhaft in Herne. Ich bin geschieden und habe einen Sohn. Im Dezember 2000 erlitt ich einen Hirninfarkt und habe seitdem eine Lähmung im rechten Arm und Bein. Bis zu meinem Hirninfarkt war ich Kommunalbeamtin. Seit 2003 bin ich im Ruhestand.

Seit 2001 bin ich in der Selbsthilfegruppe für Schlaganfallbetroffene und deren Angehörige in Herne. In der Zeit von 2005 bis 2010 habe ich die Gruppe geleitet. Außerdem bin ich Mitglied im Schlaganfall Landesverband NRW.

Ich führe die Lotsentätigkeit ehrenamtlich in meiner Freizeit aus. Mein Beratungsschwerpunkt ist zwar der Schlaganfall; ich bin aber auch für alle anderen Menschen mit einer Behinderung ansprechbar.  Sie können mich telefonisch (ein Anrufbeantworter ist angeschlossen) oder per Email erreichen.

Nach meinen Erfahrungen ist es oft schwierig, den richtigen Weg durch den Behördendschungel zu finden. Ich möchte Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige bei der Umsetzung ihrer Anliegen in Bezug auf die Beeinträchtigung unterstützen oder an eine Fachstelle weiterleiten.

 

Andreas Bödeker

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Meine Name ist Andreas Bödeker, geboren 1965, wohnhaft in Herne, verheiratet und drei Kinder. Diese sind zur Zeit 17 Jahre, 22 Jahre und 25 Jahre. Mein mittlerer Sohn leidet am Tourette-Syndrom, so genannte motorische und vocale Tics. Die Diagnose bekamen wir im Jahr 2001. Zu der Zeit wusste man noch nicht sehr viel über das Tourette-Syndrom. Informationen über das Internet bekam man im Gegensatz zu heute kaum. Aufgrund vieler Probleme in der Schule mussten wir uns alleine durch den Behördendschungel kämpfen. Hilfe und Unterstützung gab es nicht. All diese Erfahrungen, die ich im Laufe der Jahre machte, wollte ich irgendwann an andere Betroffene und ihre Angehörigen weitergeben.

Im Jahr 2007 entstand die Tourette-Selbsthilfegruppe Ruhrgebiet. Mittlerweile engagiere ich mich auch ehrenamtlich in der Tourette-Gesellschaft Deutschland. Immer wieder stellte ich im Laufe der Jahre fest, dass man auch sicherlich Menschen weiterhelfen könnte, die an anderen Behinderungen leiden, also entschloss ich mich im Jahr 2011 an der Lotsenschulung teil zu nehmen.

Ich möchte gerne Betroffenen und auch ihren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Seit Jahren halte ich mich schon an das Motto:“ Hilfe zur Selbsthilfe“ und für ein selbstbestimmtes Leben.

 

Rosemarie Morsch

Mein Name ist Rosemarie Morsch, geboren 1939, und ich wohne in Herne-Wanne. Ich bin Mitbegründerin des DMSG Kontaktkreises Wanne-Eickel, der seit 1983 besteht. Außerdem vertrete ich im Behindertenbeirat der Stadt die Körperbehinderten und mehrfach Behinderten.

Seit vielen Jahren bin ich selbst an „Multiple Sklerose“ erkrankt. An unserer Erkrankung können wir Beispiele geben, dass das Leben trotz MS lebenswert ist.

Die Selbsthilfegruppe ist angetreten, um all denen Hoffnung zu geben, die von der Krankheit eingeholt wurden. Erfahrungen und Informationen werden ausgetauscht. Besonders Neuerkrankten stehen wir mit Rat und Tat zur Seite. Wir möchten auch vor allem MS-Erkrankte in unserer Stadt vor der Isolation und Vereinsamung bewahren. Ärzte, Psychologen, sowie andere Experten werden eingeladen.

Wir treffen uns 1x monatlich, jeden 2. Donnerstag im Gemeindezentrum St. Marien, Herzogstr. 25. 44651 Herne-Eickel, von 17:00-19:00.Uhr.

Meine Beratungen für die Klienten finden telefonisch, per Mail oder bei mir zu Hause nach Vereinbarung statt. Ich möchte Anlaufstelle für Betroffene sein und Menschen mit Behinderungen informieren, Verständnis für Probleme zeigen, Mitgefühl und Einfühlungsvermögen dokumentieren. Bei Bedarf an zuständige Fachstellen delegieren, z.B. Sozialamt, Krankenkasse, Pflegekasse, Rententräger, Sozialverbände. Falls von den Hilfesuchenden gewünscht, bin ich bei der Antragstellung behilflich.

 

 

 

 

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