Welche Therapieformen gibt es?

In diesem Beitrag erklären wir euch, welche Therapiemöglichkeiten es bei Aneurysmen und Depressionen gibt.

Behandlung eines Aneurysmas
Bei der Behandlung eines Aneurysmas kommt es vor allem auf die Größe und die Lokalisation an. Je nachdem werden dann unterschiedliche Behandlungsmethoden durchgeführt. Ist das Aneurysma klein kann man in der Regel abwarten und den Verlauf in regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen kontrollieren. Häufig werden Aneurysmen auch operiert. Hierbei ersetzt der Chirurg den betroffenen Gefäßabschnitt zum Beispiel mit einer Gefäßprothese oder bringt einen Stent an, also ein kleines Metallröhrchen welches das Gefäß stabilisiert. Ein Aneurysma im Kopf kann entweder durch Clipping oder Coiling behandelt werden. Hierbei wird entweder ein Clip oder eine Platinspirale genutzt, um die Gefäßaussackung zu verschließen und das Aneurysma somit „unschädlich“ zu machen. Eine andere Möglichkeit ist eine Bypassoperation, bei der der Chirurg ein Blutgefäß an einer anderen Stelle des Körpers entnimmt und es an der betroffenen Stelle einsetzt, um das Aneurysma „zu umgehen“. Ziel der Behandlung stellt die Stabilisation der Gefäßwand dar, sodass das Aneurysma nicht reißen kann. Generell lässt sich sagen, dass vor allem Größe und Lokalisation des Aneurysmas dafür ausschlaggebend sind, welche Behandlungsmethode in Frage kommt. Aneurysmen sind nicht gleich und deswegen dürfen die Therapieformen nicht pauschalisiert werden. Wichtig bei der Behandlung ist aber in jedem Falle die Therapie möglicher Ursachen oder Risiken wie zum Beispiel die Vermeidung von Hypertonie oder Gefäßverkalkungen und generell eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel Bewegung.
(Quelle: http://www.netdoktor.de/krankheiten/aneurysma/#TOC5 )

Behandlung einer Depression

Um eine Depression überhaupt therapieren zu können, muss zunächst eine richtige Diagnose vorliegen. Ist dies der Fall, so kommt es in der Regel auf den Schweregrad der Depression an, welcher Behandlungsweg eingeschlagen wird. Die Behandlung einer Depression besteht aus drei Phasen: Akuttherapie: Behandlung der akuten Depression, bis eine deutliche Verbesserung der Symptome eintritt. Dies dauert etwa 4–8 Wochen. Bestandteile der Therapie sind: Aufklärung des Patienten, medikamentöse Therapie, Psychotherapie
Erhaltungstherapie: Nach Abklingen der Beschwerden werden über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten die bisher eingesetzten Antidepressiva weiter eingenommen, um den Gesundheitszustand zu stabilisieren. Die Therapie wird weiterhin regelmäßig durch den Arzt kontrolliert, um frühzeitig Warnzeichen für einen möglichen Rückfall zu erkennen
Vorbeugung der Wiedererkrankung (Rezidivprophylaxe): Ziel der Vorbeugung ist es, langfristig neue Krankheitsschübe zu verhindern. Während dieser Zeit, die je nach Schwere der Erkrankung zwischen 3 und 5 Jahren liegt, wird die medikamentöse Therapie fortgesetzt. Zugleich sollte ein geregelter Alltagsrhythmus erreicht und aufrechterhalten werden. Bleibt der Gesundheitszustand in dieser Zeit stabil, wird der Arzt schrittweise die Dosis der Antidepressiva reduzieren.

Primär gibt es vier Behandlungsstrategien:

  • die aktiv-abwartende Begleitung („watchful waiting“),
  • die medikamentöse Behandlung,
  • die psychotherapeutische Behandlung und die
  • Kombinationstherapie

Medikamentöse Therapie

Medikamente zur Therapie von Depressionen bezeichnet man als Antidepressiva. Sie greifen in den Hirnstoffwechsel ein, beeinflussen also die Botenstoffe und sollen die gestörte Kommunikation zwischen den Nervenzellen regulieren. Je nach Wirkmechanismus werden Antidepressiva in verschiedene Klassen eingeteilt. Der Arzt entscheidet abhängig vom Krankheitszustand und den vorherrschenden Symptomen, welches Medikament aus welcher Wirkklasse am besten geeignet ist. Dabei spielt auch das Nebenwirkungsprofil eine Rolle. Es gibt:

  • Moderne Antidepressiva (sie greifen gezielter in die Aktivität spezieller Botenstoffe ein und sind dadurch besser verträglich.)
  • Antidepressiva der ersten Generation (hierbei können stärkere Nebenwirkungen auftreten, je nach Art der Erkrankung werden diese Antidepressiva trotzdem verordnet)
  • Pflanzliche Antidepressiva (auch bei pflanzlichen Präparaten können Nebenwirkungen auftreten, die nicht zu unterschätzen sind)

Psychotherapie

Die Psychotherapie kann von einem ärztlichen Psychotherapeuten oder einem Psychologen durchgeführt werden. Da der Erfolg der Therapie auf guter Zusammenarbeit basiert, ist es wichtig, dass ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden kann. Ziel der Therapie ist es, die negativen Einstellungen, Denk- und Verhaltensweisen zu erkennen, aufzubrechen und positiv zu verändern. Abhängig vom Schweregrad der Depression sollte die Psychotherapie als Kombinationsbehandlung mit einer medikamentösen Therapie zum Einsatz kommen. Es gibt viele verschiedene Arten der Psychotherapie, aber auch hier ist bei der Wahl der Methode das individuelle Krankheitsbild des Patienten ausschlaggebend.

Kombinationstherapie: Hier wird neben der medikamentösen Therapie begleitend eine Psychotherapie durchgeführt.

Ergänzend: Bei schweren Depressionen kommen neben der medikamentösen Therapie und der Psychotherapie häufig weitere unterstützende Therapieverfahren zum Einsatz. Auch sie sollen mit unterschiedlichen Methoden eine Regulation der Nervenbotenstoffe bewirken.

(Quelle: http://bgv-depression.de/therapie.html )

Wichtig! Beide Krankheiten verlaufen bei verschiedenen Menschen unterschiedlich. Deshalb ist eine gute Diagnose und eine stetige Überwachung des Krankheitsverlaufs durch einen Arzt essentiell!!