Raul Aguayo-Krauthausen: zwischen Alltagsheld und Alltagsproblemen

Raul Aguayo-Krauthausen ist am 15.07.1980 in Lima geboren und lebt zurzeit in Berlin. Er selber hat Glasknochen und ist aus diesem Grund auf einen elektrischen Rollstuhl angewiesen. Zusätzlich ist er kleinwüchsig.  Raul Krauthausen ist sehr humorvoll und schlagfertig, was man in seinen vielen Talkshow-Besuchen merkt.Der Berliner ist ein Aktivist, welcher diverse soziale Projekte unterstützt und selbst ins Leben ruft. Er ist Mitgründer der Sozialhelden die das Ziel verfolgen, Menschen für die gesellschaftlichen Probleme wie Armut, Behinderung oder unter anderem soziale Abhängigkeit zu sensibilisieren, sodass ein Umdenken stattfindet. Zu den Projekten der Sozialhelden gehört zum Beispiel die Wheelmap.org, wo auf einer Online Karte rollstuhlgerechte Orte gekennzeichnet und bewertet werden. Das Projekt „Pfandtastisch helfen“ macht darauf aufmerksam, dass man in vielen Supermärkten am Pfandautomaten sein Pfandgeld auch an gemeinnützige Organisationen spenden kann.  Auf der Internetseite www.raul.de findet ihr weitere Einblicke zur Person und zu seinen Projekten.

In seiner Biographie „Dachdecker wollte ich eh nicht werden – Das Leben aus der Rollstuhlperspektive“ schreibt er darüber, dass es vielen behinderten Menschen schwerfällt, mit ihrer Behinderung umzugehen. In Deutschland lebt jeder 10. Mensch mit einer Behinderung, was eigentlich bedeuten sollte, dass man mit dem Thema offen umgeht und es eigentlich kein „Problem“ sein sollte. Viele Menschen haben Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung. Raul selber sieht seine Behinderung als eine Eigenschaft von vielen, die ihn in seinem Wesen ausmacht. Mit viel Sachkenntnis und Humor beschreibt der Mitgründer der Sozialhelden, wie er seinen Alltag trotz einiger Hürden meistert. Damit jeder das Buch lesen kann, ist es zusätzlich in einfacher Sprache erschienen.

https://www.youtube.com/watch?time_continue=8&v=qv2miZw_Xog Hier habt ihr einen kleinen Vorgeschmack durch eine Online Vorlesung von Raul Krauthausen 🙂